AVRAM Ensemble

PRESSE

Artikel über das Eröffnungskonzert der Basilika auf dem Gießener Schiffenberg am 06.09.2015

AVRAM verzaubert das Publikum

GIESSEN - Kaum eingeweiht, schon bespielt: Am Sonntagabend war das Ensemble Avram in der Basilika auf dem Schiffenberg zu Gast. Das Haus war bestens gefüllt, die Optik erfreulich, und an der Musik war nicht das Geringste auszusetzen. Auch die Akustik stimmte. Letzteres stellte man erfreut fest, lagen doch konkrete Hörerfahrungen in der renovierten Basilika noch nicht vor. Gut 150 Zuhörer hatten sich eingefunden, um die angekündigte jazz- und klezmergeprägte Weltmusik zu genießen.

Schon die Besetzung weist auf die Inhaltlichkeit hin. Schirin Partowi (Gesang), Murat Cakmaz (Ney), Peter Ehm (Klarinette), Markus Wienstroer (Gitarre), Konstantin Wienstroer (Kontrabass), Ömer Bektas (Percussion) und als Sprecher Kai Bettermann. Das spricht für ein hochwertiges, ja anspruchsvolles Programm. Reinhard Kaufmann von der Heimatvereinigung Schiffenberg begrüßte die Gäste entsprechend: „Mit dem Ensemble Avram hören wir ein der Würde des sakralen Raums angemessenes musikalisches Ereignis“. Es sei eine Musik der Verschmelzung und Begegnung des Westens und des Ostens.

Das traf den Kern, denn allein die Zusammensetzung des internationalen Ensembles ist eine Synthese. Die inhaltliche Bandbreite reicht von Hildegard von Bingen bis zum Jazz, selbstverständlich ergänzt durch Klezmer sowie mit orientalischen Elementen – es ist eine aufgeklärte Weltmusik. Sängerin Shirin Partowi prägte die Gesangstitel – vieles wurde instrumental musiziert – mit einer weichen, doch prägnanten Klarheit und Schönheit der Stimme sowie intuitiver Auffassung der Musik. Sehr gut, dass die Übertragung bis ganz nach hinten in Ordnung war, wenn man natürlich vorne durch den Direktklang eine differenziertere Auflösung genoss. Einige Rezitative ergänzten das Musikalische durch inhaltliche Aspekte und verdeutlichten den inhaltlichen Anspruch des Abends; Sprecher Kai Bettermann machte seine Arbeit tadellos.

So erfreute man sich, während ein steter Strom kalter Luft die Stimmung im Zaum hielt, an einer hoch differenzierten und ebenso geschlossenen Leistung der Band. Größte Aufmerksamkeit auf Details, nicht selten souveräne solistische Beiträge und eine grundlegende Sachkenntnis ließen den unterschiedlichen Charakter ebenso wie die Verwandtschaft der Titel unmissverständlich klar werden.

Glanzlichter dieser herausragenden Performance kamen immer wieder von Murat Cakmaz an der Ney, der ein schier unerschöpfliches Klanggedächtnis nutzte, während sich Peter Ehm an den Klarinetten zumeist aufs exzellent werkdienliche Tun beschränkte. Dabei wurde er von Bassist Wienstroer originell unterstützt. Wie gesagt, Unterschiede auf hohem Niveau. Das Publikum war von der dichten und intensiven Gesamtleistung der Band sehr angetan und spendete von Beginn an heftigen, anerkennenden Beifall für ein besonderes, ungewöhnliches Musikereignis.

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